Kurzantwort: Ja, die meisten modernen Bettdecken sind waschbar — aber nicht alle bei derselben Temperatur. Daunendecken vertragen 40–60 °C im Schonwaschgang. Federdecken sind bei 60 °C waschbar. Primaloft-Decken können bei 60 °C gewaschen und im Trockner getrocknet werden. Tencel-Daunendecken sollten bei maximal 40 °C gewaschen werden. Alle BEFA-Bettdecken sind maschinenwaschbar — ein bewusstes Qualitätsmerkmal unserer Produktion.
Spätestens nach dem zweiten Winter stellt sich die Frage: Kann ich meine Bettdecke in der Waschmaschine waschen? Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Nicht jedes Material verträgt dieselbe Temperatur, nicht jede Decke passt in jede Maschine, und falsch gewaschen verliert selbst eine hochwertige Daunendecke ihre Bauschkraft dauerhaft.
Viele Verbraucher scheuen die Maschinewäsche und bringen ihre Decke stattdessen in die Reinigung. Das ist teuer (20–35 Euro pro Wäsche) und oft unnötig. Denn eine gut konstruierte Bettdecke ist auf regelmäßiges Waschen ausgelegt — wenn man weiß, wie.
Bei BEFA in Limburg konstruieren wir seit 1994 jede Bettdecke so, dass sie maschinenwaschbar ist. Das betrifft die Wahl der Füllung, die Dichte des Inletts, die Steppung und die Nähte. In diesem Ratgeber erklären wir, welche Materialien welche Temperaturen vertragen — und warum Waschbarkeit ein echtes Qualitätsmerkmal ist.
Zuletzt aktualisiert: 11. April 2026
Inhalt
- Warum Waschbarkeit ein Qualitätsmerkmal ist
- Welches Material verträgt welche Temperatur?
- Vergleichstabelle: Waschtemperaturen im Überblick
- Welche Waschmaschine brauchen Sie?
- Schritt für Schritt: Bettdecke richtig waschen
- Richtig trocknen — der entscheidende Schritt
- Wie oft sollten Sie Ihre Bettdecke waschen?
- Was eine waschbare Bettdecke ausmacht
- Häufig gestellte Fragen
Warum Waschbarkeit ein Qualitätsmerkmal ist
Im Schlaf verliert der menschliche Körper jede Nacht etwa 0,5 bis 1 Liter Feuchtigkeit — durch Schweiß, Atemluft und unmerklichen Wasserverlust über die Haut. Ein Teil davon landet in der Bettdecke. Über Wochen und Monate sammeln sich darin Feuchtigkeit, Hautschuppen, Körperöle und Hausstaubmilben-Allergene.
Regelmäßiges Lüften hilft, ersetzt aber keine Wäsche. Erst bei Temperaturen ab 60 °C werden Hausstaubmilben zuverlässig abgetötet. Bei 40 °C werden Schweißrückstände und Körperöle entfernt, Milben überleben jedoch teilweise.
Nicht jede Bettdecke übersteht die Waschmaschine unbeschadet. Billige Steppungen reißen, dünne Inlettstoffe lassen Füllung austreten, und minderwertige Daunen verklumpen dauerhaft. Waschbarkeit ist deshalb kein Standard — sie ist das Ergebnis durchdachter Konstruktion.
Aus unserer Produktion: Wir testen jede neue Decke intern mit 10 Waschzyklen bei der angegebenen Maximaltemperatur, bevor sie in den Verkauf geht. Dabei messen wir Bauschkraft, Füllgewicht und Steppnaht-Integrität nach jeder Wäsche. Nur Decken, die nach 10 Zyklen mindestens 90 % ihrer ursprünglichen Bauschkraft behalten, bestehen unseren internen Test.
Welches Material verträgt welche Temperatur?
Daunendecken (90 % oder 60 % Daunen)
Hochwertige Daunendecken sind bei 40 bis 60 °C waschbar. Entscheidend ist das Inlett: Ein dicht gewebter Baumwoll-Batist mit einer Fadendichte ab 120 Fäden/cm² (nach DIN EN 12132) verhindert, dass Daunen beim Waschen durch den Stoff drücken.
Die Steppung muss so konstruiert sein, dass die Daunen in ihren Kammern bleiben. Bei BEFA verwenden wir Innenstege — Stoffstreifen, die Ober- und Unterseite der Decke verbinden und geschlossene Kammern bilden. So verrutscht die Füllung weder im Gebrauch noch in der Waschmaschine.
Verwenden Sie ein mildes Feinwaschmittel ohne Weichspüler. Weichspüler verklebt die feinen Daunenästchen und zerstört die Bauschkraft. Ein Schuss Essig im Weichspülerfach macht die Daunen weich, ohne sie zu beschädigen. Mehr dazu in unserem Ratgeber Daunendecke waschen.
Federdecken (90 % Federn)
Federdecken sind robust und vertragen 60 °C problemlos. Federn sind widerstandsfähiger als Daunen und verklumpen weniger schnell. Deshalb eignen sich Federdecken besonders gut für Haushalte, die ihre Bettdecke häufig waschen möchten.
Wichtig: Nach dem Waschen müssen Federdecken vollständig durchtrocknen. Restfeuchte im Inneren führt zu Geruchsbildung. Trocknen Sie im Trockner bei niedriger Temperatur und geben Sie zwei bis drei Tennisbälle dazu — sie lockern die Federn auf und verhindern Klumpenbildung.
Primaloft-Bio-Decken
Primaloft ist das pflegeleichteste Material: 60 °C Waschtemperatur, trocknergeeignet, schnelltrocknend. Die synthetische Mikrofaser verklumpt nicht, verliert keine Bauschkraft und ist nach dem Waschen sofort wieder einsatzbereit.
Für Allergiker ist das ein entscheidender Vorteil: Sie können die Decke alle vier bis sechs Wochen bei 60 °C waschen und so Hausstaubmilben zuverlässig abtöten. Mehr über allergikergeeignete Bettdecken erfahren Sie in unserem NOMITE-Ratgeber.
Tencel-Daunendecken
Tencel (Lyocell) ist eine Naturfaser aus Eukalyptusholz, die von der Lenzing AG entwickelt wurde. Der Tencel-Bezug ist empfindlicher als Baumwolle und sollte bei maximal 40 °C im Feinwaschgang gewaschen werden.
Die Daunenfüllung im Inneren verträgt zwar höhere Temperaturen, aber der Tencel-Stoff würde bei 60 °C einlaufen. Halten Sie sich deshalb an die 40-Grad-Grenze — das reicht für die regelmäßige Pflege völlig aus.
Gänsedaunendecken
Gänsedaunen sind größer und robuster als Entendaunen. Bettdecken mit 90 % Gänsedaunen vertragen 60 °C und erholen sich nach dem Waschen schneller — die größeren Daunenflocken finden schneller in ihre dreidimensionale Struktur zurück. Mehr zum Unterschied lesen Sie in unserem Artikel Gänsedaunen vs. Entendaunen.
Aus unserer Produktion: Alle unsere Daunen- und Gänsedaunendecken sind nach dem Downpass-Standard zertifiziert. Das bedeutet nicht nur tiergerechte Herkunft, sondern auch eine nachgewiesene Reinheit der Daunen. Saubere Daunen verklumpen weniger und bleiben auch nach mehrfachem Waschen bauschig.
Vergleichstabelle: Waschtemperaturen im Überblick
| Material | Max. Temperatur | Waschprogramm | Trockner | Waschmittel | Waschhäufigkeit |
|---|---|---|---|---|---|
| Daunen 90 % | 60 °C | Schonwaschgang | Ja, niedrige Temp. | Feinwaschmittel | 2–3× / Jahr |
| Daunen 60 % | 60 °C | Schonwaschgang | Ja, niedrige Temp. | Feinwaschmittel | 2–3× / Jahr |
| Gänsedaunen 90 % | 60 °C | Schonwaschgang | Ja, niedrige Temp. | Feinwaschmittel | 2–3× / Jahr |
| Federn 90 % | 60 °C | Normalwaschgang | Ja, niedrige Temp. | Vollwaschmittel | 2–4× / Jahr |
| Primaloft Bio | 60 °C | Normalwaschgang | Ja, alle Temp. | Vollwaschmittel | 4–6× / Jahr |
| Tencel + Daunen | 40 °C | Feinwaschgang | Ja, niedrige Temp. | Feinwaschmittel | 2–3× / Jahr |
Welche Waschmaschine brauchen Sie?
Die größte Hürde beim Waschen einer Bettdecke ist nicht die Temperatur — es ist das Trommelvolumen. Eine zusammengedrückte Bettdecke in einer zu kleinen Maschine wird nicht sauber, weil das Wasser die Füllung nicht durchdringen kann.
Faustregel nach Deckengröße:
- 135×200 cm: Mindestens 7 kg Trommelvolumen
- 155×220 cm: Mindestens 8 kg
- 200×200 cm und größer: Mindestens 9 kg, besser 10 kg
- Übergrößen (240×220): 10+ kg oder Waschsalon
Wenn Ihre Maschine zu klein ist, nutzen Sie einen Waschsalon mit Großmaschinen. Die meisten Waschsalons haben Maschinen mit 12–18 kg Kapazität — mehr als genug für jede Bettdecke. Tipps zur richtigen Größe finden Sie in unserem Größen-Ratgeber.
Schritt für Schritt: Bettdecke richtig waschen
Vor dem Waschen:
- Pflegeetikett prüfen — die Maximaltemperatur des Herstellers gilt
- Decke auf Beschädigungen kontrollieren: offene Nähte, Löcher, dünne Stellen im Stoff. Durch beschädigte Stellen tritt Füllung aus
- Decke locker in die Trommel legen — nicht stopfen. Sie muss sich frei bewegen können
Waschvorgang:
- Waschmittel dosieren (weniger als bei normaler Wäsche — zu viel Seife lässt sich schwer ausspülen)
- Kein Weichspüler — verklebt Daunen und reduziert die Saugfähigkeit von Naturfasern
- Maximal 800 Umdrehungen beim Schleudern — höhere Drehzahlen können Steppnähte belasten
- Optional: Zweiten Spülgang programmieren, damit alle Waschmittelreste ausgespült werden
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Jetzt ansehenRichtig trocknen — der entscheidende Schritt
Die meisten Waschfehler passieren nicht beim Waschen, sondern beim Trocknen. Eine Bettdecke, die innen feucht bleibt, entwickelt innerhalb von 24–48 Stunden einen muffigen Geruch. Bei Daunen und Federn kann Restfeuchte sogar zu Schimmelbildung führen.
Im Trockner (empfohlen):
- Niedrige Temperatur (Schonprogramm)
- Zwei bis drei saubere Tennisbälle oder Trocknerkugeln dazugeben — sie schlagen die Füllung auf und verhindern Klumpenbildung
- Daunendecken brauchen 2–3 Durchgänge im Trockner. Zwischendurch herausnehmen, aufschütteln, prüfen ob der Kern noch feucht ist
- Primaloft trocknet in einem Durchgang
Ohne Trockner:
- Flach auf einem Wäscheständer ausbreiten (nicht aufhängen — nasse Füllung sackt durch das Eigengewicht nach unten)
- Alle 2–3 Stunden wenden und aufschütteln
- Rechnen Sie mit 2–3 Tagen Trockenzeit. Am besten im Sommer bei offenem Fenster
Aus unserer Produktion: Der häufigste Fehler, den wir bei Reklamationen sehen: Kunden waschen ihre Daunendecke korrekt, trocknen sie aber nur einmal kurz im Trockner. Innen bleibt die Decke feucht, und nach wenigen Tagen riecht sie muffig. Unser Tipp: Lieber einen Trockengang zu viel als einen zu wenig. Eine Daunendecke ist erst trocken, wenn sich auch der innerste Kern der dicksten Kammer trocken anfühlt.
Wie oft sollten Sie Ihre Bettdecke waschen?
Die Waschhäufigkeit hängt von drei Faktoren ab: Ihrem Schwitzverhalten, ob Sie einen Bettbezug verwenden, und ob Sie Allergiker sind.
Mit Bettbezug (Standard):
- Gesunde Schläfer: 2–3 Mal pro Jahr (typisch: Frühjahr und Herbst beim Deckenwechsel)
- Starke Schwitzer: 3–4 Mal pro Jahr
- Allergiker: Alle 6–8 Wochen bei 60 °C
Ohne Bettbezug:
- Alle 4–6 Wochen, da Schweiß und Hautschuppen direkt auf das Inlett gelangen
Zwischen den Wäschen reicht tägliches Aufschütteln und Lüften. Ziehen Sie morgens die Bettdecke zurück und lassen Sie das Bett mindestens 30 Minuten offen liegen, bevor Sie es machen. So kann Restfeuchtigkeit aus der Nacht verdunsten.
Was eine waschbare Bettdecke ausmacht
Nicht jede Bettdecke ist für die Waschmaschine konstruiert. Drei Faktoren entscheiden darüber, ob eine Decke die Wäsche übersteht:
1. Das Inlett
Der Bezugsstoff muss dicht genug sein, um Füllung zurückzuhalten, aber durchlässig genug für Wasser und Luft. Hochwertige Inletts haben eine Fadendichte von mindestens 120 Fäden pro Quadratzentimeter. Bei BEFA verwenden wir Baumwoll-Batist nach Öko-Tex Standard 100 — geprüft auf Schadstoffe und hautsympathisch.
2. Die Steppung
Die Steppung fixiert die Füllung und verhindert Verrutschen. Bei Daunendecken sind Kassettensteppungen mit Innenstegen der Goldstandard: Geschlossene Kammern halten die Füllung an Ort und Stelle — auch bei 800 Umdrehungen in der Waschmaschine. Mehr zum Thema Materialien erfahren Sie im Ratgeber Sommerdecke: Welches Material kühlt am besten?
3. Die Nähte
Doppelte Sicherheitsnähte mit verstärkten Eckpunkten sind Pflicht. Einfache Nähte können sich bei der mechanischen Belastung in der Trommel öffnen. Ein Qualitätsmerkmal: Paspeln (eingefasste Kanten) an den Rändern der Decke schützen die Naht zusätzlich.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich jede Bettdecke in der Waschmaschine waschen?
Nein. Prüfen Sie immer das Pflegeetikett. Bettdecken mit Seiden- oder Kaschmirfiillungen sind häufig nur chemisch reinigbar. Daunen-, Feder-, Primaloft- und Mikrofaserdecken sind in der Regel maschinenwaschbar, wenn die Konstruktion stimmt. Alle BEFA-Bettdecken sind für die Maschinenwäsche ausgelegt.
Welches Waschmittel eignet sich für Daunendecken?
Verwenden Sie ein mildes Feinwaschmittel ohne optische Aufheller und ohne Weichspüler. Spezielle Daunenwaschmittel sind eine Option, aber nicht zwingend notwendig. Wichtig ist, dass kein Weichspüler verwendet wird — er verklebt die Daunenästchen und zerstört die Bauschkraft dauerhaft.
Muss ich meine Bettdecke im Trockner trocknen?
Bei Daunen- und Federdecken ist der Trockner dringend empfohlen. An der Luft trocknen diese Decken so langsam, dass im Inneren Schimmel entstehen kann. Primaloft- und Mikrofaserdecken trocknen auch an der Luft gut, der Trockner beschleunigt den Vorgang aber erheblich.
Was bedeutet „waschbar bei 60 °C“ für Allergiker?
Hausstaubmilben sterben zuverlässig ab einer Temperatur von 58 °C. Eine Bettdecke, die bei 60 °C waschbar ist, kann also vollständig von Milben und deren Allergenen befreit werden. Bei 40 °C werden Verschmutzungen entfernt, aber Milben überleben teilweise.
Wie verhindere ich, dass Daunen beim Waschen verklumpen?
Drei Maßnahmen: Erstens, genug Platz in der Trommel lassen (mindestens 7 kg Kapazität für 135×200). Zweitens, niedrige Schleuderdrehzahl wählen (max. 800 U/min). Drittens, im Trockner Tennisbälle dazugeben, die die Daunen wieder aufschütteln.
Kann eine Bettdecke durch häufiges Waschen kaputtgehen?
Bei minderwertiger Verarbeitung ja. Billige Steppnähte öffnen sich, dünne Inletts lassen Füllung durch, minderwertige Daunen erholen sich nicht mehr. Bei hochwertigen Decken mit verstärkten Nähten und dichtem Inlett ist regelmäßiges Waschen (2–4 Mal pro Jahr) kein Problem — im Gegenteil, es erhält die Hygiene und verlängert die Nutzungsdauer.
Darf ich Weichspüler bei Bettdecken verwenden?
Nein — bei keinem Material. Bei Daunen und Federn zerstört Weichspüler die natürliche Struktur und verklebt die feinen Ästchen. Bei Primaloft und Mikrofaser reduziert er die Feuchtigkeitsaufnahme. Wenn Sie die Decke weicher machen möchten, geben Sie einen Schuss weißen Haushaltsessig in das Weichspülerfach.
Sind alle BEFA-Bettdecken waschbar?
Ja, ausnahmslos. Jede BEFA-Bettdecke — ob Daunen, Gänsedaunen, Federn, Primaloft oder Tencel — ist maschinenwaschbar. Wir konstruieren unsere Decken gezielt auf Waschbeständigkeit: verstärkte Nähte, dicht gewebte Inletts, Kassettensteppung mit Innenstegen. Das ist ein bewusstes Qualitätsmerkmal — nicht alle Hersteller bieten das.
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