Daunendecke aufbewahren

Daunendecke aufbewahren: So lagern Sie Ihre Decke im Sommer

Geprüft von der BEFA Fachredaktion — Bettwarenhersteller seit 1994

Kurzantwort: Lagern Sie Ihre Daunendecke niemals in Plastiktüten oder Vakuumbeuteln — das fördert Schimmel und zerstört die Füllkraft der Daunen. Verwenden Sie stattdessen eine atmungsaktive Baumwollhülle oder einen Leinensack. Waschen und trocknen Sie die Decke vor der Einlagerung vollständig (keine Restfeuchte). Lagern Sie kühl, trocken und lichtgeschützt — idealerweise im Kleiderschrank oder einer Kommode. Alle 4–6 Wochen kurz aufschütteln und lüften.

Der Frühling ist da, die Temperaturen steigen — und die Winterdecke kommt weg. Was viele nicht wissen: Wie Sie Ihre Daunendecke in den nächsten Monaten lagern, entscheidet darüber, ob sie im Herbst noch genauso bauschig und warm ist wie vorher.

Falsche Lagerung ist der häufigste Grund, warum Daunendecken vorzeitig an Füllkraft verlieren. Plastiktüten, Vakuumbeutel, feuchte Keller — all das schädigt die Daunen nachhaltig. Eine Daunendecke, die 10–15 Jahre halten sollte, ist nach 3–4 Jahren Falschlagerung platt und riecht muffig.

Als Hersteller sehen wir das regelmäßig: Kunden reklamieren eine „kaputte“ Daunendecke, dabei liegt das Problem in der Lagerung. Dieser Ratgeber erklärt Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Daunendecke richtig aufbewahren — damit sie viele Jahre hält.

Zuletzt aktualisiert: 11. April 2026

Die 5 häufigsten Lagerfehler — und was sie anrichten

Fehler Was passiert Richtig machen
Plastiktüte / Müllsack Restfeuchte kann nicht entweichen, Schimmelbildung, muffiger Geruch Atmungsaktive Baumwollhülle
Vakuumbeutel Daunenstruktur wird zerdrückt, Füllkraft geht dauerhaft verloren Locker lagern, nicht komprimieren
Feuchte Einlagerung Daunen verklumpen, Schimmel, Stockflecken Vor Lagerung vollständig trocknen
Feuchter Keller / Dachboden Hohe Luftfeuchtigkeit zieht in die Daunen, Schimmelgefahr Trockener, kühler Raum in der Wohnung
Schwere Gegenstände darauf Daunen werden plattgedrückt, Bauschkraft leidet Oben im Schrank lagern, nichts drauflegen

Daunendecke vor der Lagerung vorbereiten

Bevor die Daunendecke in den Schrank wandert, muss sie sauber und absolut trocken sein. Über den Winter sammelt sich Körperschweiß, Hautschuppen und Körperfett in der Decke. Diese Rückstände bieten Nährboden für Bakterien und Hausstaubmilben — besonders problematisch bei monatelanger Lagerung. Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin empfiehlt generell, Bettwaren vor saisonaler Einlagerung gründlich zu reinigen.

Schritt 1: Waschen

Waschen Sie Ihre Daunendecke vor der Einlagerung bei 40–60 °C im Schonwaschgang. Verwenden Sie flüssiges Feinwaschmittel (kein Vollwaschmittel, kein Weichspüler). Die Waschmaschine sollte mindestens 7 kg Fassungsvermögen haben, damit die Decke ausreichend Platz hat.

Eine ausführliche Waschanleitung finden Sie in unserem Ratgeber Daunendecke waschen: Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Schritt 2: Trocknen — der kritische Punkt

Das Trocknen ist der wichtigste Schritt. Restfeuchte in den Daunen = Schimmel bei der Lagerung. Es gibt keinen Kompromiss hier.

  • Im Trockner: Auf niedriger Stufe (max. 60 °C) trocknen. 2–3 saubere Tennisbälle in den Trockner geben — sie schlagen die Daunen auseinander und verhindern Klumpenbildung. Rechnen Sie mit 2–3 Trocknerdurchgängen à 60–90 Minuten.
  • Kontrolle: Die Decke muss sich komplett trocken und locker anfühlen. Greifen Sie in verschiedene Bereiche der Decke — wenn sich noch feuchte Klumpen anfassen lassen, muss die Decke weiter trocknen.
  • Nicht an der Luft trocknen: Lufttrocknung dauert bei Daunendecken mehrere Tage und birgt das Risiko, dass die innenliegenden Daunen nicht vollständig trocknen. Im Trockner ist es sicherer.

Aus unserer Produktion: Der häufigste Fehler, den wir sehen: Ein einziger Trocknergang. Daunendecken brauchen mindestens 2–3 Durchgänge, um vollständig zu trocknen. Die äußere Hülle fühlt sich oft schon nach dem ersten Gang trocken an, aber die Daunen im Inneren sind noch feucht. Lieber ein Durchgang zu viel als einer zu wenig.

So lagern Sie Ihre Daunendecke richtig

Die richtige Hülle

Verwenden Sie eine atmungsaktive Hülle aus Baumwolle oder Leinen. Viele Daunendecken werden beim Kauf in einer solchen Hülle geliefert — heben Sie diese auf. Alternativ tut es ein alter Baumwoll-Bettbezug oder ein Leinensack.

Niemals verwenden:

  • Plastiktüten oder Müllsäcke (keine Luftzirkulation)
  • Vakuumbeutel (zerstören die Daunenstruktur)
  • Kartons (können Feuchtigkeit speichern und Motten anziehen)

Wie falten?

Falten Sie die Daunendecke locker zusammen, nicht fest zusammenpressen. Die Daunen brauchen Luft, um ihre Struktur zu behalten. Rollen ist besser als Falten — so entstehen weniger Knickstellen.

  1. Decke flach ausbreiten
  2. Längsseiten zur Mitte falten (Dritteln)
  3. Von unten nach oben locker aufrollen
  4. In die Baumwollhülle legen — nicht stopfen

Während der Lagerung

Alle 4–6 Wochen sollten Sie die Daunendecke kurz aus der Hülle nehmen, aufschütteln und 15–30 Minuten lüften. Das verhindert, dass sich Feuchtigkeit ansammelt und die Daunen verklumpen. Am besten am offenen Fenster oder auf dem Balkon (nicht in praller Sonne).

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Checkliste: Daunendecke einlagern

Drucken Sie diese Checkliste aus oder speichern Sie sie — so vergessen Sie keinen Schritt:

  1. ☐ Daunendecke bei 40–60 °C waschen (Schongang, Flüssigwaschmittel)
  2. ☐ Im Trockner trocknen — mindestens 2–3 Durchgänge (mit Tennisbällen)
  3. ☐ Trockenheit prüfen: In verschiedene Bereiche greifen, keine feuchten Klumpen
  4. ☐ Locker zusammenrollen (nicht pressen)
  5. ☐ In atmungsaktive Baumwollhülle legen
  6. ☐ Kühl, trocken und lichtgeschützt lagern (Kleiderschrank, Kommode)
  7. ☐ Nichts Schweres darauflegen
  8. ☐ Alle 4–6 Wochen aufschütteln und lüften

Empfehlung: Verwenden Sie zum Waschen ein Öko-Tex-zertifiziertes Feinwaschmittel ohne optische Aufheller. Das schont sowohl die Daunen als auch die Umwelt.

Warum Vakuumbeutel Daunen zerstören

Vakuumbeutel sparen Platz — das ist verlockend. Für Daunendecken sind sie aber Gift. Der Grund liegt in der Struktur der Daunen.

Daunen bestehen aus einem dreidimensionalen Geflecht feiner Äste, die Luft einschließen. Diese Struktur gibt der Daune ihre Füllkraft (gemessen in cuin oder mm). Wenn Sie die Luft absaugen, wird diese Struktur zerdrückt. Bei kurzer Kompression (Transport) erholen sich die Daunen wieder. Bei monatelanger Kompression in einem Vakuumbeutel brechen die feinen Äste dauerhaft ab.

Das Ergebnis: Die Daunendecke bauscht nach dem Auspacken nicht mehr richtig auf. Die Füllkraft ist dauerhaft reduziert — und damit auch die Wärmeleistung und Klimaregulierung. Eine Daunendecke, die einmal monatelang vakuumiert war, ist nie wieder so bauschig wie vorher.

Gleiches gilt für Kissen: Mehr dazu in unseren Ratgebern Daunenkissen kaufen und Federkissen kaufen.

Aus unserer Produktion: Wir messen die Füllkraft unserer Daunen nach DIN EN 12130. Unsere Klasse-1-Daunen erreichen eine Füllkraft von mindestens 120 mm. In Tests haben wir gemessen, dass 3 Monate Vakuumlagerung die Füllkraft um 15–25 % reduziert — ein Verlust, der sich nicht vollständig rückgängig machen lässt.

Der richtige Lagerort in der Wohnung

Nicht jeder Ort in der Wohnung eignet sich für die Lagerung von Daunendecken. Die drei wichtigsten Kriterien:

Trocken

Die Luftfeuchtigkeit sollte unter 60 % liegen. Keller, Bäder und unbeheizte Abstellräume scheiden damit in den meisten Fällen aus. Ein Kleiderschrank im Schlafzimmer oder Gästezimmer ist ideal.

Kühl

Hohe Temperaturen fördern die Vermehrung von Hausstaubmilben und können Daunen auf Dauer schädigen. Vermeiden Sie Dachböden im Sommer (dort wird es schnell über 40 °C). Raumtemperatur (18–22 °C) ist optimal.

Lichtgeschützt

Direktes Sonnenlicht bleicht den Bezugsstoff aus und kann die Daunen langfristig spröde machen. Lagern Sie die Decke in einer Hülle im geschlossenen Schrank — nicht offen auf dem Regal.

Daunendecke nach der Lagerung auffrischen

Wenn der Herbst kommt und Sie Ihre Winterdecke wieder hervorholen, braucht die Daunendecke etwas Zuwendung:

  1. Auspacken und aufschütteln: Kräftig schütteln, damit die Daunen sich wieder gleichmäßig verteilen und Luft einschließen.
  2. Lüften: 2–4 Stunden am offenen Fenster auslüften lassen (nicht in praller Sonne). Das vertreibt eventuelle Lagergerüche.
  3. Im Trockner auffrischen (optional): 20 Minuten im Trockner auf niedriger Stufe mit Tennisbällen — das bringt die volle Bauschkraft zurück.
  4. Waschen nur bei Bedarf: Wenn die Decke sauber eingelagert wurde und frisch riecht, muss sie vor dem Einsatz nicht nochmals gewaschen werden.

Mehr Pflegetipps finden Sie in unserem Ratgeber Daunendecke waschen. Und wenn Sie überlegen, auf eine Ganzjahresdecke umzusteigen (die nicht saisonal gelagert werden muss), lesen Sie unseren Vergleich 4-Jahreszeiten-Bettdecke: Lohnt sich das?.

Hersteller-Tipp: Nutzen Sie den Saisonwechsel als Anlass, den Zustand Ihrer Daunendecke zu prüfen. Wenn sich die Decke trotz kräftigem Aufschütteln nicht mehr richtig aufbauscht, hat die Füllkraft nachgelassen. Bei Decken über 10 Jahre ist das normal. Es ist dann Zeit für eine neue Decke — nicht wegen eines Defekts, sondern weil die Daunen ihre natürliche Lebensdauer erreicht haben.

Zusammenfassung

Die richtige Lagerung Ihrer Daunendecke lässt sich in drei Sätzen zusammenfassen: Sauber und vollständig trocken einlagern. In einer atmungsaktiven Baumwollhülle verpacken. Kühl, trocken und locker aufbewahren — ohne Plastik, ohne Vakuum, ohne schwere Gegenstände darauf. Halten Sie sich an diese Regeln, hält Ihre Daunendecke problemlos 10–15 Jahre.

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Häufig gestellte Fragen

Kann man eine Daunendecke in einer Plastiktüte aufbewahren?

Nein. Plastiktüten verhindern die Luftzirkulation. Restfeuchte in den Daunen kann nicht entweichen und es bildet sich Schimmel. Verwenden Sie immer eine atmungsaktive Hülle aus Baumwolle oder Leinen.

Sind Vakuumbeutel für Daunendecken geeignet?

Nein. Vakuumbeutel zerdrücken die dreidimensionale Struktur der Daunen. Bei monatelanger Kompression brechen die feinen Daunenäste ab und die Füllkraft geht dauerhaft verloren. Die Decke bauscht danach nie wieder richtig auf.

Muss ich die Daunendecke vor dem Einlagern waschen?

Ja. Über den Winter sammeln sich Schweiß, Hautschuppen und Körperfett in der Decke. Diese Rückstände bieten Nährboden für Bakterien und Milben — besonders problematisch bei monatelanger Lagerung. Waschen Sie bei 40–60 °C und trocknen Sie vollständig.

Wie oft sollte ich die eingelagerte Daunendecke lüften?

Alle 4–6 Wochen kurz aus der Hülle nehmen, aufschütteln und 15–30 Minuten am offenen Fenster lüften. Das verhindert Feuchtigkeitsansammlung und hält die Daunen locker.

Wo lagert man eine Daunendecke am besten?

In einem trockenen, kühlen Raum bei 18–22 °C und unter 60 % Luftfeuchtigkeit. Der Kleiderschrank im Schlafzimmer oder Gästezimmer ist ideal. Vermeiden Sie feuchte Keller und heiße Dachböden.

Wie lange kann man eine Daunendecke einlagern?

Bei richtiger Lagerung (sauber, trocken, in Baumwollhülle, regelmäßig gelüftet) können Sie eine Daunendecke problemlos 6–8 Monate lagern. Bei saisonalem Wechsel (Sommer/Winter) lagern Sie die jeweilige Decke typischerweise 5–6 Monate.

Was tun, wenn die Daunendecke nach der Lagerung muffig riecht?

Ein leichter Lagergeruch verschwindet meist nach 2–4 Stunden Lüften am offenen Fenster. Wenn der Geruch bleibt, waschen Sie die Decke bei 40–60 °C und trocknen Sie sie im Trockner mit Tennisbällen. Muffiger Geruch kann ein Hinweis auf Restfeuchte bei der Einlagerung sein.

Gilt das Gleiche für Daunenkissen?

Ja. Daunenkissen sollten genauso gelagert werden: sauber, trocken, in atmungsaktiver Hülle, nicht komprimiert. Auch Daunenkissen dürfen nicht in Vakuumbeutel oder Plastiktüten gelagert werden.