Kurzantwort: Wenn Sie ein Federkissen kaufen, achten Sie auf drei Dinge: Federanteil (90–100 % für feste Stützung), Kissenhöhe (mindestens 12 cm für Seitenschläfer) und Größe (40×80 für gezielte Nackenstützung, 80×80 für mehr Liegefläche). Ein reines Federkissen bietet spürbar mehr Halt als ein Daunenkissen — es gibt unter dem Kopfgewicht weniger nach und hält die Halswirbelsäule in einer geraden Linie. Besonders für Seitenschläfer ist das entscheidend.
Sie wachen morgens mit Nackenschmerzen auf. Ihr Kissen ist flach wie ein Pfannkuchen. Der Kopf sinkt nachts ab, die Schulter wird gestaucht — und Sie wissen nicht, ob Sie ein härteres, höheres oder einfach ein anderes Kissen brauchen.
Die Antwort hängt von Ihrer Schlafposition ab. Aber eines ist klar: Wer seitlich schläft und Stützung braucht, liegt mit einem Federkissen fast immer richtig. In diesem Ratgeber erklären wir, warum das so ist — und wann ein Federkissen die falsche Wahl wäre.
Wir produzieren seit 1994 Kopfkissen und Bettdecken in Deutschland. In unserer Fertigung füllen wir Federkissen per Hand — jedes Kissen wird einzeln gewogen und auf die richtige Füllmenge geprüft. Dieses Wissen teilen wir hier — unabhängig davon, wo Sie am Ende kaufen.
Zuletzt aktualisiert: 11. April 2026
Inhalt
- Federkissen vs. Daunenkissen: Der entscheidende Unterschied
- Welches Federkissen für welche Schlafposition?
- Vergleichstabelle: Stützkraft vs. Komfort nach Schlafposition
- Federkissen 40×80 oder 80×80 — welche Größe passt?
- Woran Sie ein gutes Federkissen erkennen
- Federkissen waschen und pflegen
- Unsere Federkissen im Überblick
- Häufig gestellte Fragen
Federkissen vs. Daunenkissen: Der entscheidende Unterschied
Die Begriffe „Federkissen“ und „Daunenkissen“ werden oft synonym verwendet — dabei beschreiben sie zwei grundverschiedene Kissentypen. Der Unterschied liegt in der Füllung, und die Füllung bestimmt das Liegeverhalten.
Federn: Struktur und Stützkraft
Federn haben einen festen Kiel (den Schaft in der Mitte) und seitliche Verästelungen. Dieser Kiel gibt der Feder eine rückstellende Kraft — sie biegt sich unter Druck und springt zurück. Ein Kissen mit 90–100 % Federn gibt daher unter dem Kopfgewicht nach, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt. Danach stützt es stabil. Genau das brauchen Seitenschläfer: Der Kopf sinkt ein, wird aber auf einer festen Höhe gehalten.
Daunen: Weichheit und Anschmiegsamkeit
Daunen sind dreidimensionale Flaumflocken ohne festen Kiel. Sie speichern viel Luft und sind extrem leicht, haben aber keine Stützkraft. Ein reines Daunenkissen gibt unter dem Kopf vollständig nach — es fühlt sich weich und luxuriös an, bietet aber keinen Widerstand. Für Rückenschläfer, die wenig Höhe brauchen, kann das richtig sein. Für Seitenschläfer ist es fast immer zu wenig.
Aus unserer Produktion: In einem Federkissen mit 100 % Federn stecken je nach Größe 800 bis 1.200 Gramm Füllung. Zum Vergleich: Ein gleichgroßes Daunenkissen wiegt nur 300–500 g. Das höhere Gewicht der Federn ist kein Nachteil — es ist der Grund für die Stützkraft. Die Federkiele wirken wie tausende kleiner Federn (im mechanischen Sinne) und halten den Kopf auf der richtigen Höhe.
Welches Federkissen für welche Schlafposition?
Die Schlafposition bestimmt, wie viel Stützung Ihr Kissen liefern muss. Entscheidend ist der Abstand zwischen Matratze und Kopf — dieser Abstand muss vom Kissen ausgefüllt werden, damit die Halswirbelsäule gerade bleibt.
Seitenschläfer: Federkissen ist die erste Wahl
Wer auf der Seite schläft, hat den größten Abstand zwischen Kopf und Matratze — die Schulterbreite muss ausgeglichen werden. Ein Federkissen mit 100 % Federn ist hier ideal: Es gibt unter dem Kopfgewicht etwas nach, stützt aber stabil genug, um den Kopf auf Schulterhöhe zu halten. Die Halswirbelsäule bleibt in einer geraden Linie — keine Knickung nach oben oder unten.
Empfehlung: Festes Federkissen mit mindestens 1.000 g Füllung in 80×80 oder 800 g in 40×80. Höhe nach dem Einsinken: 10–14 cm.
Rückenschläfer: Federkissen möglich, aber nicht zwingend
Rückenschläfer brauchen weniger Stützung — der Kopf liegt relativ nah an der Matratze. Ein Federkissen funktioniert, wenn es nicht zu hoch ist. Ein zu hohes Kissen drückt das Kinn zur Brust und überstreckt den Nacken. Alternative: ein Daunenkissen oder ein Mischkissen mit 30 % Daunen, das weicher nachgibt.
Empfehlung: Mittelfestes Federkissen oder 3-Kammer-Kissen mit Daunenkern. Höhe nach dem Einsinken: 6–10 cm.
Bauchschläfer: Federkissen ist zu hoch
Bauchschläfer brauchen das flachste Kissen — oder gar keins. Ein festes Federkissen drückt den Kopf nach oben und überstreckt die Halswirbelsäule nach hinten. Das ist die häufigste Ursache für Nackenschmerzen bei Bauchschläfern. Hier ist ein sehr flaches Daunenkissen oder ein Kissen mit synthetischer Füllung die bessere Wahl.
Aus unserer Produktion: Etwa 60 % der Deutschen schlafen überwiegend auf der Seite. In unserer Produktberatung empfehlen wir Seitenschläfern fast immer das Federkissen mit 100 % Federn. Die Rückmeldung: Kunden, die von einem Daunenkissen auf ein Federkissen wechseln, berichten häufig, dass die Nackenschmerzen nach 1–2 Wochen nachlassen. Kein medizinischer Rat — aber ein Muster, das wir regelmäßig sehen.
Vergleichstabelle: Stützkraft vs. Komfort nach Schlafposition
| Schlafposition | Federkissen (100 % Federn) | Mischkissen (70 % Federn / 30 % Daunen) | Daunenkissen (90 % Daunen) |
|---|---|---|---|
| Seitenschläfer | ★★★★★ Optimal | ★★★ Ausreichend | ★★ Zu weich |
| Rückenschläfer | ★★★ Etwas zu fest | ★★★★★ Optimal | ★★★★ Gut |
| Bauchschläfer | ★ Zu hoch/fest | ★★ Bedingt | ★★★★ Gut |
| Stützkraft | Sehr hoch | Mittel | Gering |
| Komfort / Weichheit | Fest, rückstellend | Mittelfest, anpassend | Weich, nachgebend |
| Füllgewicht (80×80) | 800–1.200 g | 500–800 g | 300–500 g |
| Lebensdauer | 5–8 Jahre | 5–8 Jahre | 8–12 Jahre |
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Unser festestes Federkissen. 100 % Federn, extra hohe Füllung, ideal für Seitenschläfer. Verfügbar in 40×80 und 80×80 cm. Öko-Tex Standard 100 zertifiziert. Hergestellt in Deutschland.
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Jetzt ansehenFederkissen 40×80 oder 80×80 — welche Größe passt?
Die Kissengröße ist keine Geschmacksfrage — sie hat direkte Auswirkungen auf Ihre Schlafqualität. In Deutschland sind zwei Größen verbreitet: das klassische 80×80 cm und das modernere 40×80 cm.
Federkissen 80×80: Das klassische deutsche Maß
Das quadratische Kissen bietet viel Liegefläche. Vorteil: Sie können sich nachts drehen, ohne vom Kissen zu fallen. Nachteil: Viele Schläfer schieben das Kissen unbewusst unter die Schulter — die Schulter liegt dann erhöht, der Rücken knickt ab. Wenn Sie ein Federkissen 80×80 verwenden, falten Sie es nicht doppelt (das überhöht den Kopf), sondern legen Sie nur den Kopf darauf.
Federkissen 40×80: Gezielte Nackenstützung
Das rechteckige Format ist orthopädisch sinnvoller: Es ist nur so breit wie der Kopf, die Schulter liegt frei auf der Matratze. Das verhindert die häufigste Fehlstellung (Schulter auf dem Kissen) automatisch. Für die meisten Seitenschläfer ist 40×80 die bessere Wahl — vorausgesetzt, Sie bewegen sich nachts nicht extrem viel. Mehr zum Thema lesen Sie in unserem Vergleich Kopfkissen 40×80 oder 80×80.
Aus unserer Produktion: Wir produzieren unsere Federkissen in beiden Größen mit identischer Füllqualität. Der Unterschied liegt im Füllgewicht: Ein Federkissen 80×80 enthält rund 1.000–1.200 g Federn, ein 40×80 etwa 700–900 g. Beide Varianten bieten dieselbe Stützhöhe — das kleinere Format hat lediglich weniger Liegefläche.
Woran Sie ein gutes Federkissen erkennen
Nicht jedes Federkissen stützt gleich gut. Die Qualität hängt von drei Faktoren ab, die Sie vor dem Kauf prüfen können:
Federanteil und Füllzusammensetzung
Ein echtes Federkissen hat mindestens 90 % Federn. Viele günstige Kissen werden als „Federkissen“ verkauft, enthalten aber nur 50–70 % Federn und den Rest Daunen. Das senkt die Stützkraft erheblich. Achten Sie auf die genaue Deklaration nach DIN EN 12934 — sie muss auf dem Etikett stehen.
Inlettstoff: Dicht gewebt gegen Federausstich
Der Bezugsstoff (Inlett) muss federndicht gewebt sein. Bei minderwertigen Kissen stechen die Federkiele durch den Stoff — Sie spüren harte Spitzen im Gesicht und das Kissen verliert Füllung. Ein gutes Inlett hat eine Fadendichte von mindestens 230 Fäden pro cm² und besteht aus 100 % Baumwolle. Polyester-Inletts sind zwar federndicht, aber weniger atmungsaktiv.
Zertifizierungen
Wie bei Daunendecken gelten auch für Federkissen zwei Siegel als verlässlich: Öko-Tex Standard 100 (Schadstoffprüfung) und Downpass (ethische Federgewinnung, kein Lebendrupf). NOMITE ist bei Federkissen ebenfalls relevant für Allergiker — das dicht gewebte Inlett verhindert das Eindringen von Hausstaubmilben.
Federkissen waschen und pflegen
Federkissen sind pflegeleichter als viele denken. Die richtige Pflege verlängert die Lebensdauer von 5 auf 8 Jahre:
- Täglich aufschütteln: Morgens das Kissen von beiden Seiten kräftig aufschütteln. Das verteilt die Federn gleichmäßig und lässt Feuchtigkeit entweichen.
- Regelmäßig lüften: Alle 2–4 Wochen am offenen Fenster oder auf dem Balkon lüften. Nicht in die direkte Sonne — UV-Strahlung greift das Inlett an.
- Waschen: 2–3 Mal pro Jahr bei 60 °C im Schonwaschgang. Flüssiges Feinwaschmittel verwenden, keinen Weichspüler. Wichtig: Kissen einzeln waschen, nicht zusammen mit anderen Textilien. Im Trockner bei niedriger Temperatur mit 2–3 Tennisbällen vollständig durchtrocknen — feuchte Federn verklumpen und beginnen zu riechen.
- Austausch: Wenn das Kissen morgens flach bleibt und sich durch Aufschütteln nicht mehr erholt, ist die Rückstellkraft der Federn erschöpft. Zeit für ein neues Kissen.
Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie in unserem Ratgeber Federkissen waschen.
Unsere Federkissen im Überblick
Alle unsere Federkissen werden in Deutschland hergestellt, sind bei 60 °C waschbar und tragen das Öko-Tex Standard 100 Siegel. Sie finden alle verfügbaren Größen und Varianten in unserer Kopfkissen-Kollektion.
Häufig gestellte Fragen
Ist ein Federkissen gut für Seitenschläfer?
Ja. Ein Federkissen mit 90–100 % Federn bietet die feste Stützung, die Seitenschläfer brauchen. Die Federkiele halten den Kopf auf der richtigen Höhe, sodass die Halswirbelsäule gerade bleibt. Wählen Sie ein festes Federkissen mit mindestens 1.000 g Füllung (80×80 cm) oder 800 g (40×80 cm).
Was ist besser — Federkissen oder Daunenkissen?
Das hängt von Ihrer Schlafposition ab. Federkissen bieten hohe Stützkraft und eignen sich für Seitenschläfer. Daunenkissen sind weich und anpassungsfähig — ideal für Rücken- und Bauchschläfer. Wer beides möchte, greift zu einem 3-Kammer-Kissen mit Federkern und Daunenhülle.
Wie oft sollte man ein Federkissen wechseln?
Ein gutes Federkissen hält 5–8 Jahre. Wenn es morgens nach dem Aufschütteln flach bleibt und sich nicht mehr erholt, ist die Rückstellkraft der Federn erschöpft. Tipp: Falten Sie das Kissen in der Mitte zusammen und legen Sie einen Schuh darauf. Wenn das Kissen den Schuh nicht abwirft, ist es Zeit für ein neues.
Kann man ein Federkissen bei 60 Grad waschen?
Ja — die meisten hochwertigen Federkissen sind bei 60 °C waschbar. Verwenden Sie flüssiges Feinwaschmittel, keinen Weichspüler. Entscheidend ist das Trocknen: Im Trockner bei niedriger Temperatur mit Tennisbällen vollständig durchtrocknen. Feuchte Federn verklumpen und können schimmeln. Eine Anleitung finden Sie in unserem Pflegeratgeber.
Welche Kissengröße ist für Seitenschläfer besser — 40×80 oder 80×80?
Orthopädisch ist 40×80 cm die bessere Wahl: Die Schulter liegt frei auf der Matratze, nur der Kopf wird gestützt. Das quadratische 80×80 bietet mehr Liegefläche für unruhige Schläfer, verleitet aber dazu, die Schulter mit auf das Kissen zu legen — was Nackenprobleme verursachen kann.
Sind Federkissen für Allergiker geeignet?
Ja, wenn das Inlett dicht genug gewebt ist. NOMITE-zertifizierte Federkissen haben eine Fadendichte, die Hausstaubmilben am Eindringen hindert. Zusätzlich sollte das Kissen bei 60 °C waschbar sein, um Milbenallergene regelmäßig zu entfernen. Das Vorurteil, Federkissen seien für Allergiker ungeeignet, ist veraltet — moderne Inlettstoffe lösen dieses Problem.
Warum stechen Federn durch das Kissen?
Federausstich entsteht durch ein minderwertiges Inlett mit zu geringer Fadendichte. Bei einem hochwertigen Federkissen ist der Bezug so dicht gewebt (mindestens 230 Fäden/cm²), dass die Federkiele nicht durchdringen können. Wenn Federn durchstechen, ist das ein Qualitätsmangel des Bezugsstoffs — nicht der Federn selbst.
Was kostet ein gutes Federkissen?
Ein hochwertiges Federkissen 80×80 mit 100 % Federn, dichtem Baumwollinlett und Öko-Tex-Zertifizierung liegt zwischen 30 und 50 Euro. Kissen unter 15 Euro haben meist ein minderwertiges Inlett (Federausstich) oder enthalten einen hohen Daunenanteil trotz der Bezeichnung „Federkissen“. Achten Sie auf die exakte Deklaration der Füllzusammensetzung.




