Kurzantwort: Eine Federbettdecke enthält überwiegend Federn (bei BEFA: 90 % Federn, 10 % Daunen) und ist damit schwerer und stützender als eine Daunendecke. Federdecken eignen sich für Menschen, die ein spürbares Deckengewicht bevorzugen und ein festeres Deckengefühl mögen. Sie sind robuster in der Pflege, bei 60 °C waschbar und langlebig. Der Preis liegt unter dem von Daunendecken bei vergleichbarer Qualität.
Manche Menschen schlafen am besten unter einer leichten Decke. Andere brauchen das Gegenteil: ein spürbares Gewicht, das sie einhüllt und ein Gefühl von Geborgenheit gibt. Wenn Sie zur zweiten Gruppe gehören, könnte eine Federbettdecke genau das Richtige sein.
Federdecken stehen oft im Schatten der Daunendecke — zu Unrecht. Während Daunen für Leichtigkeit und Bauschkraft stehen, bieten Federn etwas anderes: Substanz, Stütze und Robustheit. Eine Federbettdecke fühlt sich anders an als eine Daunendecke — schwerer, kompakter, erdender.
Bei BEFA in Limburg produzieren wir Federdecken seit 1994. Wir wissen aus Erfahrung: Die Entscheidung zwischen Federn und Daunen ist keine Frage von gut oder schlecht — sondern von persönlicher Vorliebe. In diesem Ratgeber erklären wir die Unterschiede, damit Sie eine informierte Entscheidung treffen können.
Zuletzt aktualisiert: 11. April 2026
Inhalt
Was ist eine Federbettdecke?
Eine Federbettdecke ist eine Bettdecke, deren Füllung überwiegend aus Federn besteht — typischerweise mit einem Anteil von 85–100 %. Der kleine Restanteil sind Daunen, die sich bei der Sortierung nicht vollständig trennen lassen.
Der Unterschied zwischen Federn und Daunen:
- Federn haben einen festen Kiel (Schaft) und seitliche Äste. Sie sind flach, rückfedernd und stützend. Federn isolieren weniger als Daunen, bringen aber Gewicht und Struktur
- Daunen sind die weichen Unterfedchen ohne Kiel. Sie bilden dreidimensionale Flocken mit hoher Füllkraft und exzellenter Wärmeisolierung. Daunen sind leichter und bauschiger als Federn
Bei BEFA verwenden wir für unsere Federdecken 90 % neue weiße Federn und 10 % Daunen. Die Federn werden nach DIN EN 12131 geprüft und nach dem Downpass-Standard zertifiziert — das gilt für tiergerechte Herkunft und Reinheit.
Federn vs. Daunen: Die Unterschiede
Die häufigste Frage, die uns Kunden stellen: „Was ist besser — eine Federdecke oder eine Daunendecke?“ Die Antwort: Keines ist besser. Es kommt darauf an, was Sie bevorzugen.
Gewicht
Eine Federdecke wiegt deutlich mehr als eine Daunendecke bei gleicher Größe und Wärmeleistung. Eine Ganzjahres-Federdecke in 135×200 cm wiegt mit Füllung etwa 1.800–2.200 g. Eine vergleichbare Daunendecke wiegt 800–1.200 g. Der Unterschied ist beim Zudecken sofort spürbar.
Wärmeleistung
Daunen isolieren besser als Federn — bei weniger Gewicht. Eine Daunendecke erreicht dieselbe Wärmeleistung mit weniger Füllmaterial. Federn brauchen mehr Masse, um die gleiche Wärme zu liefern. Das erklärt das höhere Gewicht der Federdecke.
Bauschkraft
Daunen haben eine höhere Füllkraft (gemessen in cuin oder mm). Sie bauschen stärker auf und erzeugen das typische „Wolkengefühl“. Federn liegen flacher und kompakter. Eine Federdecke sieht weniger voluminös aus als eine Daunendecke — sie ist aber nicht dünner, sondern dichter.
Haltbarkeit und Pflege
Federn sind robuster als Daunen. Sie verklumpen weniger leicht und erholen sich nach dem Waschen schneller. Federdecken sind deshalb pflegeleichter und oft langlebiger als reine Daunendecken. Mehr zu den Unterschieden der Füllmaterialien finden Sie im Ratgeber Gänsedaunen vs. Entendaunen.
Aus unserer Produktion: Wir verkaufen Federdecken und Daunendecken nebeneinander — ohne eine Kategorie gegenüber der anderen zu bevorzugen. In der Praxis beobachten wir: Kunden, die von einer Daunendecke auf eine Federdecke wechseln, nennen als Hauptgrund fast immer das spürbare Gewicht. Umgekehrt wechseln Kunden auf Daunen, weil ihnen die Federdecke zu schwer ist. Es ist eine Frage des persönlichen Empfindens.
Vergleichstabelle: Federdecke vs. Daunendecke
| Kriterium | Federdecke (90 % Federn) | Daunendecke (90 % Daunen) | Daunendecke (60 % Daunen) |
|---|---|---|---|
| Gewicht (135×200, GJ) | 1.800–2.200 g | 800–1.000 g | 1.000–1.400 g |
| Wärmeleistung | Gut | Ausgezeichnet | Sehr gut |
| Bauschkraft | Gering | Ausgezeichnet | Gut |
| Deckengefühl | Schwer, stützend | Leicht, bauschig | Mittel |
| Pflegeleichtigkeit | Sehr gut | Gut | Gut |
| Waschbar bei | 60 °C | 60 °C | 60 °C |
| Lebensdauer | 10–15 Jahre | 10–15 Jahre | 8–12 Jahre |
| Preislage | Günstig | Gehoben | Mittel |
Für wen eignet sich eine Federbettdecke?
Eine Federdecke ist die richtige Wahl, wenn einer oder mehrere dieser Punkte auf Sie zutreffen:
Sie mögen ein spürbares Deckengewicht
Manche Menschen schlafen besser unter einer schweren Decke. Das höhere Gewicht einer Federdecke erzeugt einen leichten Druck auf den Körper — ähnlich dem Prinzip von Gewichtsdecken (Gravity Blankets). Dieser Druck kann beruhigend wirken und das Einschlafen erleichtern.
Sie wollen eine robuste, pflegeleichte Decke
Federn sind widerstandsfähiger als Daunen. Sie verklumpen weniger und erholen sich nach dem Waschen schneller. Wenn Sie Ihre Bettdecke häufig waschen möchten (z. B. wegen Allergien oder starkem Schwitzen), ist eine Federdecke die unkompliziertere Wahl.
Sie suchen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Federn sind günstiger als Daunen. Eine hochwertige Federdecke kostet deutlich weniger als eine Daunendecke mit vergleichbarer Füllung und Verarbeitung. Für preisbewusste Käufer, die trotzdem Naturfüllung wollen, ist die Federdecke die logische Wahl.
Für wen die Federdecke NICHT geeignet ist:
- Menschen, die leichte Decken bevorzugen — eine Daunendecke ist hier die bessere Wahl
- Personen, die stark schwitzen — Daunen regulieren Feuchtigkeit besser als Federn
- Wer das typische „Wolkengefühl“ einer bauschigen Decke sucht
Wärmeklassen: Ganzjahres- vs. Winterdecke
BEFA bietet Federdecken in zwei Wärmeklassen an:
Federdecke Ganzjahreszeiten
Die Ganzjahres-Federdecke ist für Frühling, Herbst und milde Winter geeignet. Sie hat ein mittleres Füllgewicht und deckt den größten Teil des Jahres ab. Für Menschen, die generell nicht stark frieren, reicht die Ganzjahresdecke auch im Winter.
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90 % neue weiße Federn, 10 % Daunen. Alle 5 Größen verfügbar. Waschbar bei 60 °C. Öko-Tex Standard 100, Downpass zertifiziert. Made in Germany.
Ab 69,90 €
Jetzt ansehenFederdecke Winterdecke
Die Winter-Federdecke hat ein höheres Füllgewicht und ist für kalte Schlafzimmer (unter 18 °C) und die kalte Jahreszeit gedacht. Sie ist die wärmste und schwerste Decke im BEFA-Sortiment — für alle, die es nachts richtig warm und eingehüllt haben möchten.
Tipps zur Wahl des richtigen Füllgewichts finden Sie in unserem Ratgeber Winterbettdecke Füllgewicht.
Federdecke waschen und pflegen
Federdecken sind in der Pflege unkomplizierter als Daunendecken. Die wichtigsten Regeln:
Waschen:
- Bei 60 °C im Normalwaschgang
- Vollwaschmittel (kein Feinwaschmittel nötig)
- Kein Weichspüler
- Waschmaschine: mindestens 7 kg Trommelvolumen (135×200), 9 kg (über 200 cm)
- Maximal 800 Umdrehungen beim Schleudern
Trocknen:
- Im Trockner bei niedriger Temperatur
- Tennisbälle dazugeben, um Klumpenbildung zu verhindern
- Federdecken trocknen schneller als Daunendecken — 1–2 Durchgänge reichen
- Vollständiges Durchtrocknen ist wichtig, um Geruchsbildung zu vermeiden
Pflege im Alltag:
- Morgens aufschütteln und Bett offen lassen (30 Min. lüften)
- Regelmäßig wenden, damit die Füllung gleichmäßig beansprucht wird
- 2–4 Mal pro Jahr waschen
Einen ausführlichen Wasch-Ratgeber mit Materialvergleich finden Sie im Artikel Bettdecke waschbar: Welche Materialien vertragen die Maschine?
Aus unserer Produktion: Unsere Federdecken verwenden ausschließlich neue weiße Federn — keine wiederaufbereiteten. Neue Federn haben intakte Kielstrukturen und federn besser zurück als recycelte Federn, die im Waschprozess gebrochen sein können. Das macht die Decke langlebiger und hygienischer.
Qualitätsmerkmale einer guten Federdecke
Nicht alle Federdecken sind gleich. Beim Kauf sollten Sie auf diese Punkte achten:
1. Federqualität
Neue Federn vs. recycelte (wiederaufbereitete) Federn: Neue Federn sind sauberer, robuster und geruchsneutraler. Achten Sie auf die Angabe „neue weiße Federn“ und eine Zertifizierung nach DIN EN 12131. Der Downpass garantiert zusätzlich tiergerechte Herkunft.
2. Inlett-Qualität
Federn haben harte Kiele, die durch dünne Stoffe stechen können. Ein gutes Federdecken-Inlett ist deshalb besonders dicht gewebt — typischerweise mit einer Fadendichte ab 120 Fäden/cm². Bei BEFA verwenden wir Öko-Tex Standard 100 zertifizierte Baumwoll-Inletts.
3. Steppung
Federdecken werden typischerweise in Kassetten mit Innenstegen gesteppt. Die Stege verhindern, dass die Federn von einer Kammer in die andere rutschen. Ohne Stege sammelt sich die Füllung in den Ecken — besonders nach dem Waschen.
4. Zertifizierungen
- Downpass: Tiergerechte Herkunft und Reinheit der Federn
- Öko-Tex Standard 100: Schadstoffgeprüfte Materialien
- DIN EN 12131: Norm für die Prüfung von Federn und Daunen
Tipps zur Materialwahl bei Bettdecken finden Sie auch im Ratgeber Sommerdecke: Welches Material kühlt am besten?
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Federdecke und Daunendecke?
Der Hauptunterschied ist das Gewicht und die Bauschkraft. Federdecken sind schwerer, stützender und kompakter. Daunendecken sind leichter, bauschiger und isolieren besser bei weniger Gewicht. Die Wahl hängt vom persönlichen Empfinden ab.
Sind Federdecken gut für Allergiker?
Federdecken mit dichtem Inlett (NOMITE-Standard) sind für Allergiker geeignet, weil Hausstaubmilben nicht durch den dichten Stoff dringen können. Zusätzlich sind BEFA-Federdecken bei 60 °C waschbar — das tötet Milben zuverlässig ab. Mehr dazu im NOMITE-Ratgeber.
Wie schwer ist eine Federbettdecke?
Eine Ganzjahres-Federdecke in 135×200 cm wiegt mit Füllung und Inlett etwa 1.800–2.200 g. Die Wintervariante wiegt etwa 2.500–3.000 g. Zum Vergleich: Eine Daunendecke gleicher Größe wiegt 800–1.200 g.
Kann ich eine Federdecke in der Waschmaschine waschen?
Ja. BEFA-Federdecken sind bei 60 °C maschinenwaschbar. Verwenden Sie Vollwaschmittel, keinen Weichspüler, und schleudern Sie bei maximal 800 Umdrehungen. Trocknen Sie die Decke anschließend im Trockner mit Tennisbällen.
Wie lange hält eine Federdecke?
Eine hochwertige Federdecke hält bei guter Pflege 10–15 Jahre. Federn sind robuster als Daunen und behalten ihre Struktur länger. Regelmäßiges Waschen (2–4 Mal pro Jahr) und tägliches Aufschütteln verlängern die Lebensdauer.
Sind Federdecken günstiger als Daunendecken?
Ja. Federn sind als Rohmaterial günstiger als Daunen, deshalb kosten Federdecken weniger. Bei BEFA beginnen Federdecken bei 69,90 Euro (135×200, Ganzjahreszeiten), während Daunendecken mit 90 % Daunen ab 109,95 Euro starten.
Für welche Schlafposition eignet sich eine Federdecke?
Federdecken eignen sich für alle Schlafpositionen. Durch das höhere Gewicht legen sie sich eng an den Körper an und bilden weniger Kältebrücken als leichte Daunendecken. Seitenschläfer profitieren besonders davon, dass die schwerere Decke an Schultern und Hüften anliegt.
Gibt es Federdecken als Sommerdecke?
Reine Federdecken als Sommerdecke sind selten, weil das Gewicht auch bei wenig Füllung relativ hoch bleibt. Für den Sommer empfehlen wir Daunendecken (leichter bei besserer Klimaregulierung) oder Primaloft (synthetisch, pflegeleicht). Unsere leichteste Federdecke ist die Ganzjahresvariante, die bis in milde Frühlings- und Herbstnächte funktioniert.
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