Kopfkissen Nackenschmerzen

Kopfkissen bei Nackenschmerzen: Höhe, Füllung und Schlafposition

Geprüft von der BEFA Fachredaktion — Bettwarenhersteller seit 1994

Kurzantwort: Nackenschmerzen am Morgen kommen häufig vom falschen Kopfkissen. Das Kissen muss den Raum zwischen Schulter und Kopf ausfüllen, damit die Halswirbelsäule gerade bleibt. Seitenschläfer brauchen ein höheres, stützenderes Kissen (10–15 cm). Rückenschläfer benötigen ein mittelhohes Kissen (8–12 cm). Bauchschläfer brauchen ein flaches, weiches Kissen (max. 6 cm). Ein 3-Kammer-Kissen bietet die beste Kombination aus Stützung und Anpassungsfähigkeit.

Sie wachen morgens auf und der Nacken ist steif. Beim Drehen des Kopfes zieht es, manchmal strahlt der Schmerz bis in die Schultern aus. Wenn das regelmäßig passiert, liegt es selten an einer ernsten Erkrankung — sondern meistens am Kissen.

Ein falsches Kopfkissen bringt die Halswirbelsäule in eine unnatürliche Position — Nacht für Nacht, sechs bis acht Stunden lang. Zu hoch, und der Nacken knickt nach vorne. Zu flach, und der Kopf sinkt ab. Zu weich, und es fehlt die Stützung. Das Ergebnis: verspannte Muskeln, gereizte Nerven, chronische Nackenschmerzen.

Als Kissenhersteller beschäftigen wir uns bei BEFA seit 1994 mit der Frage, wie ein Kissen den Nacken optimal stützt. In diesem Ratgeber erklären wir, welche Kissenhöhe und Füllung zu welcher Schlafposition passt — und warum das richtige Kissen Nackenschmerzen nicht nur lindert, sondern verhindern kann.

Zuletzt aktualisiert: 11. April 2026

Warum das falsche Kissen Nackenschmerzen verursacht

Die Halswirbelsäule hat eine natürliche Lordose — eine leichte Vorwärtskrümmung. Im Stehen und Sitzen hält die Nackenmuskulatur diese Krümmung aufrecht. Im Schlaf übernimmt das Kissen diese Aufgabe.

Wenn das Kissen zu hoch ist, wird der Kopf nach vorne geschoben. Die Halswirbelsäule überstreckt sich, die hinteren Nackenmuskeln werden überdehnt, die vorderen verkürzt. Das Ergebnis nach 7–8 Stunden: Verspannungen, die sich im Laufe des Tages lösen — oder chronisch werden.

Wenn das Kissen zu niedrig ist, knickt der Kopf zur Seite ab (bei Seitenschläfern) oder nach hinten (bei Rückenschläfern). Die Bandscheiben zwischen den Halswirbeln werden einseitig belastet, Nerven können gereizt werden.

Das ideale Kissen füllt exakt den Raum zwischen Schulter und Kopf aus, sodass die Halswirbelsäule ihre natürliche Position behält — in gerader Verlängerung der Brustwirbelsäule. Das ist bei jedem Menschen unterschiedlich, weil Schulterbreite, Kopfgröße und Matratzenhärte variieren.

Die richtige Kissenhöhe für Ihren Nacken

Die Kissenhöhe ist der wichtigste Faktor bei Nackenschmerzen — wichtiger als das Material, die Größe oder der Preis. Die optimale Höhe hängt von zwei Variablen ab:

1. Ihre Schlafposition

  • Seitenschläfer: 10–15 cm (der Raum zwischen Schulter und Kopf ist am größten)
  • Rückenschläfer: 8–12 cm (der Kopf muss leicht angehoben werden, nicht abknicken)
  • Bauchschläfer: 3–6 cm (fast flach, um Überstreckung des Nackens zu vermeiden)

2. Ihre Schulterbreite

Breite Schultern = höheres Kissen. Schmale Schultern = niedrigeres Kissen. Das gilt besonders für Seitenschläfer, weil die Schulterbreite direkt bestimmt, wie viel Raum das Kissen ausfüllen muss.

Einfacher Selbsttest: Legen Sie sich in Ihrer Schlafposition hin und lassen Sie jemanden von hinten schauen, ob Ihre Wirbelsäule eine gerade Linie bildet. Wenn der Kopf nach oben oder unten abknickt, stimmt die Kissenhöhe nicht.

Aus unserer Produktion: Wir empfehlen bei Nackenproblemen ein 3-Kammer-Kissen. Der Vorteil: Sie können die Höhe individuell anpassen, indem Sie Füllung aus der Außenkammer entnehmen oder hinzufügen. So finden Sie die exakte Höhe für Ihre Schlafposition und Schulterbreite — ohne mehrere Kissen kaufen zu müssen.

Kissen nach Schlafposition wählen

Seitenschläfer — die häufigste Position

Etwa 60 % der Deutschen schlafen auf der Seite. In dieser Position ist der Abstand zwischen Kopf und Matratze am größten, weil die Schulter dazwischen liegt. Das Kissen muss diesen Raum vollständig ausfüllen.

Ideal für Seitenschläfer mit Nackenschmerzen:

  • Kissenhöhe 10–15 cm (abhängig von der Schulterbreite)
  • Feste bis mittelfeste Füllung, die nicht zu stark nachgibt
  • Federkissen oder 3-Kammer-Kissen mit hoher Stützkraft
  • Format 40×80 cm (nur Kopf und Nacken liegen auf, nicht die Schultern)

Mehr zum Thema in unserem ausführlichen Ratgeber Kopfkissen für Seitenschläfer.

Rückenschläfer — mittlere Höhe, gute Anpassung

Rückenschläfer brauchen ein Kissen, das den Nackenbereich stützt, ohne den Kopf zu stark anzuheben. Wenn der Kopf zu hoch liegt, wird das Kinn zur Brust gedrückt — das verengt die Atemwege und belastet die Nackenmuskulatur.

Ideal für Rückenschläfer mit Nackenschmerzen:

  • Kissenhöhe 8–12 cm
  • Mittelfeste Füllung, die sich der Kopfform anpasst
  • Daunenkissen mit 30–60 % Daunenanteil oder 3-Kammer-Kissen
  • Das Kissen sollte im Nackenbereich etwas höher sein als in der Mitte

Bauchschläfer — so flach wie möglich

Bauchschlafen ist aus orthopädischer Sicht die ungünstigste Position, weil der Kopf zur Seite gedreht werden muss. Ein zu hohes Kissen verstärkt die Verdrehung der Halswirbelsäule und führt fast unweigerlich zu Nackenbeschwerden.

Ideal für Bauchschläfer:

  • Kissenhöhe maximal 6 cm — oder gar kein Kissen
  • Sehr weiche, nachgiebige Füllung
  • Daunenkissen mit hohem Daunenanteil (90 %), das sich flach drücken lässt

Vergleichstabelle: Füllungen und Stützwirkung

Füllung Stützung Anpassung Ideal für Höhe anpassbar Bei Nackenschmerzen
100 % Federn Sehr hoch Gering Seitenschläfer Nein Gut (hohe Stütze)
3-Kammer (Federn + Daunen) Hoch Hoch Alle Positionen Ja Sehr gut
30 % Daunen Mittel Gut Rückenschläfer Nein Gut
60 % Daunen Mittel Sehr gut Rückenschläfer Nein Bedingt
90 % Daunen Gering Ausgezeichnet Bauchschläfer Nein Nur für Bauchschläfer
Primaloft Bio Mittel Gut Allergiker Nein Befriedigend

Füllmaterialien und ihre Stützwirkung

Federkissen — maximale Stützung

Federn haben eine feste, rückfedernde Struktur. Ein Kissen mit 100 % Federn gibt wenig nach und hält den Kopf stabil in Position. Das macht Federkissen zur ersten Wahl für Seitenschläfer mit breiten Schultern und Menschen, die nachts Nackenschmerzen haben.

Der Nachteil: Reine Federkissen fühlen sich fester an als Daunenkissen. Wer ein weiches, anschmiegsames Gefühl bevorzugt, findet Federkissen unbequem. Deshalb bieten wir Federkissen in zwei Härtegraden an — normal und extra fest. Mehr dazu in unserem Federkissen-Ratgeber.

3-Kammer-Kissen — Stützung + Komfort

Das 3-Kammer-Kissen kombiniert das Beste aus beiden Welten: Ein fester Federkern in der Mitte sorgt für Stützung, weiche Daunenkammern außen bieten Anpassung und Komfort. Das Ergebnis: Ein Kissen, das den Nacken stützt, sich aber trotzdem weich anfühlt.

Für Nackenschmerzen ist das 3-Kammer-Prinzip besonders wertvoll, weil es Stabilität und Flexibilität vereint. Der Federkern verhindert, dass der Kopf zu tief einsinkt. Die Daunenkammern passen sich der Kopfform an und verteilen den Druck gleichmäßig.

Daunenkissen — weich, aber wenig Stütze

Je höher der Daunenanteil, desto weicher das Kissen. Ein 90-%-Daunenkissen ist luxuriös weich, bietet aber kaum Stützkraft. Für Seitenschläfer mit Nackenschmerzen ist das problematisch — der Kopf sinkt tief ein, die Wirbelsäule verliert die gerade Linie.

Daunenkissen mit 30–60 % Daunenanteil (der Rest sind Federn) sind ein guter Kompromiss: weicher als reine Federkissen, aber mit ausreichend Stützung für Rückenschläfer.

Aus unserer Produktion: Unser 3-Kammer-Kissen wird in Limburg von Hand gefüllt. Der Federkern besteht aus neuen weißen Federn nach DIN EN 12131, die Außenkammern aus Daunen Klasse 1. Durch das Drei-Kammer-System können wir die Stützkraft des Kerns und die Weichheit der Außenseite unabhängig voneinander bestimmen — ein Vorteil, den ein Ein-Kammer-Kissen nicht bieten kann.

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3-Kammer-Kissen: Warum es bei Nackenproblemen hilft

Das 3-Kammer-Prinzip löst das grundlegende Dilemma bei Nackenschmerzen: Sie brauchen gleichzeitig Stützung (damit die Wirbelsäule gerade bleibt) und Anpassung (damit kein Druckpunkt am Kopf entsteht).

Aufbau eines 3-Kammer-Kissens:

  • Innenkammer (Kern): Gefüllt mit Federn. Gibt die Grundhöhe und Stützung vor. Die Federn federn nach Belastung zurück — das Kissen verliert auch nach Stunden nicht an Höhe
  • Zwei Außenkammern (oben + unten): Gefüllt mit Daunen. Sorgen für das weiche, anschmiegsame Gefühl. Die Daunen passen sich der Kopfform an und verteilen den Druck

Das Ergebnis: Der Kopf liegt weich, aber die Stützung kommt von unten durch den Federkern. Selbst nach einer ganzen Nacht behält das Kissen seine Höhe — im Gegensatz zu reinen Daunenkissen, die im Laufe der Nacht flacher werden.

Ausführliche Informationen zu unseren Kissen finden Sie im Ratgeber 40×80 oder 80×80.

40×80 oder 80×80: Welche Größe bei Nackenschmerzen?

Bei Nackenschmerzen empfehlen Orthopäden und Schlafberater fast ausnahmslos das Format 40×80 cm. Der Grund: Auf einem 80×80-Kissen liegen nicht nur Kopf und Nacken, sondern auch die Schultern auf dem Kissen. Dadurch wird die Schulter angehoben, der Nacken knickt ab — genau das, was Nackenschmerzen verursacht.

Auf einem 40×80-Kissen liegen nur Kopf und Nacken. Die Schulter liegt auf der Matratze und kann frei einsinken. Das ist die anatomisch korrekte Position für Seitenschläfer.

Ausnahme: Wenn Sie ein 80×80-Kissen haben und es in der Mitte zusammenfalten, ergibt sich ein ca. 40×80-Kissen mit doppelter Höhe. Das kann für Seitenschläfer mit sehr breiten Schultern funktionieren — ist aber keine Dauerlösung.

Wann Sie Ihr Kissen wechseln sollten

Ein Kissen verliert mit der Zeit seine Stützkraft. Daunen verfilzen, Federn brechen, synthetische Füllungen komprimieren sich. Die Folge: Das Kissen wird flacher und weicher — die Stützung lässt nach.

Empfohlene Nutzungsdauer:

  • Federkissen: 5–8 Jahre
  • 3-Kammer-Kissen: 5–8 Jahre
  • Daunenkissen (30–60 %): 5–7 Jahre
  • Daunenkissen (90 %): 3–5 Jahre (verliert schneller Bauschkraft)
  • Primaloft / Mikrofaser: 2–4 Jahre

Anzeichen, dass Ihr Kissen getauscht werden muss:

  • Sie wachen häufiger mit Nackenschmerzen auf als früher
  • Das Kissen richtet sich nach dem Zusammendrücken nicht mehr auf
  • Sie falten oder stapeln Kissen, um genug Höhe zu bekommen
  • Das Kissen riecht trotz Waschen dauerhaft muffig

Häufig gestellte Fragen

Welches Kopfkissen hilft bei Nackenschmerzen?

Ein Kissen, das die richtige Höhe für Ihre Schlafposition hat und ausreichend Stützung bietet. Für Seitenschläfer empfehlen wir ein Federkissen oder 3-Kammer-Kissen. Für Rückenschläfer ein Kissen mit 30–60 % Daunenanteil. Für Bauchschläfer ein weiches 90-%-Daunenkissen.

Sind Nackenkissen besser als normale Kissen?

Nicht unbedingt. Spezielle Nackenstützkissen (aus Memory-Foam oder Latex) haben eine vorgeformte Mulde für den Kopf. Das funktioniert, wenn Sie die ganze Nacht in derselben Position schlafen. Wer sich nachts dreht, ist mit einem flexiblen Kissen wie dem 3-Kammer-Kissen oft besser beraten, weil es sich jeder Position anpasst.

Wie hoch sollte ein Kissen für Seitenschläfer sein?

10–15 cm, abhängig von Schulterbreite und Matratzenhärte. Je breiter die Schultern und je härter die Matratze, desto höher muss das Kissen sein. Der Kopf sollte in der Seitenlage eine gerade Verlängerung der Wirbelsäule bilden.

Kann ein zu weiches Kissen Nackenschmerzen verursachen?

Ja. Ein zu weiches Kissen bietet keine Stütze — der Kopf sinkt ein, die Halswirbelsäule knickt ab. Besonders Seitenschläfer mit einem reinen Daunenkissen (90 % Daunen) haben häufig dieses Problem. Die Lösung: Ein Kissen mit höherem Federanteil oder ein 3-Kammer-Kissen.

Wie oft sollte ich mein Kopfkissen waschen?

Alle 3–4 Monate. Schweiß, Hautschuppen und Körperöle sammeln sich im Kissen und können die Füllung verkleben. Federkissen und 3-Kammer-Kissen sind bei 60 °C waschbar. Alle BEFA-Kissen sind maschinenwaschbar und Öko-Tex Standard 100 zertifiziert.

Soll ich ein oder zwei Kissen verwenden?

Ein Kissen in der richtigen Höhe ist besser als zwei gestapelte Kissen. Zwei Kissen übereinander ergeben oft eine zu große und instabile Höhe — das obere Kissen rutscht, die Höhe verändert sich im Schlaf. Investieren Sie lieber in ein gutes Kissen mit der richtigen Höhe.

Hilft ein spezielles Nackenkissen bei chronischen Nackenschmerzen?

Bei chronischen Nackenschmerzen, die länger als sechs Wochen anhalten, sollten Sie zunächst eine ärztliche Abklärung suchen. Das richtige Kissen kann Nackenschmerzen lindern und vorbeugen, aber nicht heilen. Wenn eine orthopädische Ursache ausgeschlossen ist, kann der Wechsel auf ein stützenderes Kissen den Unterschied machen.

Welche Kissengröße empfehlen Orthopäden bei Nackenschmerzen?

Die Mehrheit der Orthopäden und Schlafberater empfiehlt das Format 40×80 cm bei Nackenproblemen. Auf einem 80×80-Kissen liegen die Schultern mit auf, was die Position der Halswirbelsäule verschlechtert. Im Format 40×80 liegen nur Kopf und Nacken auf dem Kissen.

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